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Werner Schwarz, Vize-Präsident des Deutschen Bauernverbandes UMWELT

Werner Schwarz über Tierwohl in der Landwirtschaft

Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation in den Ställen?

In den vergangenen Jahren wurden zusammen mit Wissenschaftlern bereits Verbesserungen der Haltungssysteme entwickelt. Etliches ist durch die öffentliche Diskussion angestoßen worden – und nicht so katastrophal, wie es an einigen Stellen dargestellt wird. Populismus ist am falschen Platz, er erhöht den Druck, ohne Lösungsvorschläge zu machen.

Wie kann man umfassende Verbesserungen erreichen?
Die öffentliche Diskussion hat auch das Bewusstsein dafür hervorgerufen, dass man die Bauern mit dem Thema nicht allein lassen darf. Um Prozesse in Gang zu bringen, müssen verschiedene Akteure wie Wissenschaftler und Politiker mit uns zusammenarbeiten. Lösungen sind nicht von heute auf morgen da: Die Umstellung braucht Zeit.

Bei welchen Themen besteht besonderer Handlungsbedarf?
Ein Thema sind Antibiotika: Es geht nicht nur darum, sie zu reduzieren, sondern die Ursachen für den Einsatz zu erforschen und den Gesundheitszustand der Tiere zu verbessern. Eine aktive Immunisierung kann dann gegebenenfalls mehr erreichen als Medikamente.

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Journalist

Ulrike Christoforidis

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