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Trauminsel Sylt

Deutschlands nördlichste Insel ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Weite Strände und viel Natur beglücken den Gast genauso wie gute Küche.

Wo bläst der Wind am allerschönsten? Auf Sylt! Wohl keine andere Insel vereint die Sehnsucht nach Erholung und gepflegtem Ambiente so gut wie die nördlichste deutsche Insel. Zehn Naturschutzgebiete und kilometerlange Sandstrände laden zu ausgedehnten Spaziergängen bei Wind und Wetter ein, historische Reetdachhäuser und liebliche Ortskerne lassen die Hektik des Alltags genauso schnell vergessen wie jede Menge erstklassiger Wellness-Angebote. Der weite Blick über das glitzernde Meer, das Kreischen der Möwen, ihr tanzender Flug im Wind machen immer wieder aufs Neue glücklich und entspannen die Seele. 

Foto: Rüdiger Jahnke

Im Norden, am „Ellenbogen“ der 99,14 Quadratkilometer großen Insel trifft das ruhige Wattenmeer auf die wilde Nordsee. Diese einzigartige Naturlandschaft aus Dünen, die von zwei Leuchttürmen markiert wird, gehört zu den schönsten Gebieten der Insel. Etwas weiter südlich befindet sich der Königshafen, ein natürliches Hafenbecken, Lieblingsplatz von Seevögeln und Surfern. Unweit davon liegt die nördlichste Stadt der Insel: List. Wer von hier aus mit dem Schiff Richtung Dänemark übersetzt, kann zollfrei einkaufen. In List, das wegen seiner vielen Imbissstände und Buden auch „List-Vegas“ genannt wird, begann Jürgen Gosch in den 1970er Jahren seinen Fischverkauf mit einem kleinen Bauchladen – heute gehört er zu den bekanntesten Gastronomen im norddeutschen Raum. Nach Sylt fahren ohne zu Gosch zu gehen? Geht nicht. 

Auch wenn man auf der schmalen, langgezogenen Insel nicht viel „machen“ muss, um sich rundherum glücklich und erholt zu fühlen, gibt es doch einige Orte und Veranstaltungen, die zu schön sind, um sie nicht zu erleben. Das Erklimmen der 52,5 Meter hohen Uwe-Düne bei Kampen gehört dazu und belohnt den Tapferen mit legendärer Aussicht über die Insel. Stärken kann man sich danach auf dem Strönwei, der Whiskymeile von Kampen, an dem sich eine Lokalität an die nächste reiht. Auf gleicher Höhe, nur an der Westseite der Insel gelegen, lockt das malerische Rote Kliff, das bei Sonnenuntergang seinem Namen alle Ehre macht. Ein weiteres Kliff gilt als geologische Besonderheit in Europa: beim knapp zwei Kilometer langen Morsum-Kliff liegen die verschiedenen Gesteinsschichten nebeneinander statt übereinander. 

Sollte das Wetter ausnahmsweise zu schlecht für ausgedehnte Spaziergänge sein, locken neben der „Sylter Welle“, der Badelandschaft mit großem Saunabereich, auch etliche Hotels mit erstklassigen Spa-Angeboten, die man auch tageweise oder für gezielte Anwendungen nutzen kann. 

Foto: Rüdiger Jahnke

Sehenswert ist das Sylt-Aquarium mit dem Slogan „Eine Welt – zwei Ozeane“, die in 25 Becken Nordsee und tropische Meereswelt zeigen. Auch das Naturinformationszentrum „Schutzstation Wattenmeer“, die Sylter Algenfarm und Dittmeyer’s Austern-Compagnie sollte man sich nicht entgehen lassen, ebenso wenig wie einen Abend in der Sansibar. 


Foto: Rüdiger Jahnke

Ein einmaliges Erlebnis sind natürlich die Ende Februar stattfindenden Biike-Brennen überall auf der Insel. Im Sommer lockt dafür der Kitesurf Cup Sylt in Westerland, bei dem man die Sprünge der besten „Rider“ Europas bewundern kann – großes Kino, während man gemütlich im Sand liegt! Denn egal, zu welcher Jahreszeit man Sylt besucht – Erholung ist garantiert, auch ohne große Events.

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Journalist

Katja Deutsch

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