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Unsere Landwirte – innovativ und leistungsfähig

Die deutsche Landwirtschaft liegt mit ihrer computergesteuerten Landtechnik mit an der Spitze bei der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft. Unsere Landwirte nutzen die Digitalisierung konsequent: Tablets, Smartphones und Apps sind gängige Helfer bei der alltäglichen Arbeit auf den Höfen. Die digitale Technik ermöglicht es, genauer zu säen, exakter und bedarfsgerechter zu düngen sowie besser zu ernten. Dadurch werden auch große Fortschritte im Hinblick auf eine noch nachhaltigere Landwirtschaft erreicht. Das Gleiche gilt für unser Bestreben, die Nutztiere artgerecht zu halten. Vollautomatische Fütterungstechnik oder Melkroboter sind längst keine Ausnahme mehr in unseren Ställen. Moderne Sensorik überwacht beispielsweise die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere. Dabei ersetzt die digitale Technik nicht den Menschen, sondern hilft dem Landwirt, sich noch besser um seine Tiere zu kümmern.

Unsere Landwirte sind wettbewerbsstark, innovativ und leistungsfähig. Technischer und züchterischer Fortschritt wird in den Betrieben schnell umgesetzt. Weiterentwicklung und damit Veränderungen sind in den Betrieben der Regelfall. Jährlich investiert die deutsche Landwirtschaft in normalen Jahren rund 11 Milliarden Euro. Die aktuell sehr schwierige wirtschaftliche Situation und die gesellschaftliche Debatte über die moderne Landwirtschaft stellen jedoch unsere Bauernfamilien vor gewaltige Herausforderungen. Ökonomische Grenzen werden erreicht, gar überschritten, wenn Erzeugerpreise nicht mehr kostendeckend sind, wie dies derzeit bei einigen landwirtschaftlichen Produkten der Fall ist. Um technische Veränderungen und neue gesellschaftliche Anforderungen marktgerecht umzusetzen, ist eine faire Teilhabe an der Wertschöpfung in der Lebensmittelkette unabdingbar. Nur ökonomisch erfolgreiche Betriebe sind auch in der Lage nachhaltig zu wirtschaften.

Ungeachtet des technischen Fortschritts müssen unsere Bauernfamilien auch stetig um die Wertschätzung für ihre Leistungen und um Akzeptanz in Gesellschaft und Politik kämpfen. Der diesjährige bundesweite Tag des offenen Hofes erhielt als Dialogangebot der deutschen Landwirtschaft an Politik, Verbraucher und Medien millionenfache Zustimmung. Anschaulich, offen und ehrlich wurde über das Denken und Handeln auf dem Acker und im Stall, über tiergerechte Haltung und über die Bedeutung unserer Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft mit ihren rund 4,5 Millionen Arbeitsplätzen informiert. Jeder neunte Erwerbstätige in Deutschland ist direkt oder indirekt damit beschäftigt, Menschen mit hochqualitativen Nahrungsmitteln zu versorgen und Bioenergie sowie nachwachsende Rohstoffe zu erzeugen und zu verarbeiten. Die vielseitige Kulturlandschaft in Deutschland wäre ohne eine nachhaltige Landwirtschaft nicht möglich. Somit ist und bleibt die Landwirtschaft das Herzstück unserer ländlichen Räume, wirtschaftlich wie gesellschaftlich.

Trotz modernster Digitaltechnik – nach wie vor wirtschaften unsere Landwirte in und mit der Natur. Sie wissen nicht erst seit den Wetterextremen der letzten Monate, dass sie von Witterung und Klima abhängig sind. Die diesjährige Getreideernte hat aber auch gezeigt, wie wichtig modernste Technik mit ihrer Schlagkraft ist, um an den wenigen trockenen Tagen die Ernte bodenschonend vom Feld holen zu können. Beispiele dieser Erfolgsgeschichte der landwirtschaftlichen Entwicklungen zeigt diese Beilage verbrauchernah auf.

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Journalist

Joachim Rukwied

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