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Dr. Bernd Koch über Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Siemens setzt bei der Energiewende auf dezentrale Energiesysteme. Was verstehen Sie darunter?

Dabei wird die Energie nicht klassisch zentral im Kraftwerk erzeugt, sondern nah am Verbraucher, zum Beispiel durch Blockheizkraftwerke, Wind- oder Solaranlagen. Die Anlagen werden mit Speichersystemen und weiteren Komponenten, etwa für ein optimales Energiemanagement, vernetzt. Durch intelligente Technologien wird so der Einsatz von Ressourcen, auch fossiler Brennstoffe, optimiert und der CO2-Ausstoß verringert.

Die Verfahren der „grünen“ Stromerzeugung sind etabliert, wo stecken Innovationen?
Die gibt es auch bei bestehenden Technologien: Generatoren werden effizienter, Photovoltaik-Anlagen zunehmend günstiger. Windturbinen nutzen schwache Winde inzwischen optimal – besonders wichtig, da die Summe der Anlagen an Land deutlich größer ist als im stark windigen Offshore-Bereich.

Was bringt die Zukunft?
Verbraucher werden stärker Eigenverantwortung für die Energieerzeugung übernehmen. Bürgergemeinschaften oder Industrieunternehmen erzeugen beispielsweise mit eigenen Anlagen Strom, organisieren die erforderlichen Maßnahmen und bilden Partnerschaften mit Dienstleistern. Das Miteinander wird stärker.

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Journalist

Ulrike Christoforidis

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