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Es gibt heute für Senioren viele Möglichkeiten, ihr Geld anzulegen – alle haben Vor- und Nachteile. FORSCHUNG

Auch im Alter spielt Geld eine Rolle

Die Deutschen werden zunehmend älter, daher wird es immer wichtiger, sein Geld auch am Lebensabend sinnvoll anzulegen. Sicherheit sollte vor Risiko gehen.

Im Alter hat man auf vielen Gebieten andere Ansprüche als in jüngeren Jahren – das gilt nicht zuletzt auch für die finanzielle Vorsorge. Denn während man in den früheren Jahren an den Aufbau von Rücklagen für das Alter denkt, geht es im Alter selbst eher um Erhalt und Verbrauch dieser Rücklagen. Der Klassiker sieht so aus: Man erreicht das Rentenalter, hat sich im Laufe der Jahrzehnte etwas angespart oder bekommt nun eine Lebensversicherung ausbezahlt. Doch was tun mit diesem Geld? 

Beliebt ist natürlich die vermietete Immobilie. Aber wer drauf zurückgreift, muss, abgesehen davon, dass die vorhandenen Mittel für eine Anschaffung ausreichen müssen, immer mit Arbeit oder auch Ärger mit den Mietern rechnen. Wer sich das gerade am Lebensabend nicht aufhalsen möchte, sollte nach anderen Möglichkeiten Ausschau halten.

Die Zeiten, in denen das gute alte Sparbuch ausreichte, sind spätestens seit dem Beginn der Niedrigzinsphase vorbei. Es gibt heute für Senioren viele Möglichkeiten, ihr Geld anzulegen – alle haben Vor- und Nachteile. Grundsätzlich gilt: Wer auch als Best Ager auf hohe Erträge hofft, muss auch mehr Risiko eingehen. Wer lieber auf Nummer sicher geht, hat zwar garantierte, aber niedrige Erlöse. Experten weisen auf ein paar wichtige Grundsätze hin, die Senioren beachten sollten: Sie sollten ihr Geld nie auf nur eine einzige Anlagemöglichkeit fokussieren, immer auf einen Teil des Geldes im Fall des Falles sofort zurückgreifen können und sich stets gut beraten lassen.

Wenn Sicherheit oberste Priorität hat, bieten sich neben Wertpapieren beispielsweise Tages- oder Festgeldkonten an. Die Zinsen sind gering, aber als Anleger muss man keine Angst vor Verlusten haben. Weitere Möglichkeiten für Vorsichtige sind eine Sofortrente oder ein Auszahlplan bei einer Bank. Dafür zahlt man Geld bei einer Bank ein und vereinbart regelmäßige Auszahlraten. Gewählt werden kann zwischen Kapitalerhalt, bei dem nur die Zinsen ausgezahlt werden, und Kapitalverzehr, bei dem auch die Anlage selbst angezapft wird. Daneben gibt es auch den Fonds-Entnahmeplan. Der Anleger steckt sein Geld dabei in verschiedene Fonds, die dafür wiederum Aktien oder Rentenpapiere kaufen. Auch hier wird anfangs eine größere Summe eingezahlt und anschließend regelmäßig ein festgelegter Betrag ausgeschüttet. 

Schließlich gibt es natürlich auch für Generation 60 plus die Möglichkeit, in Aktien zu investieren. Senioren sind hier jedoch eher zurückhaltend. Es gibt die Möglichkeit, in sichere Aktien zu investieren oder ein Risiko einzugehen und auf hohe Erlöse zu hoffen. Ganz nach dem Motto: no risk, no fun. Experten raten aber dringend dazu, nur mit einem Teil seines Geldes ein echtes Risiko einzugehen, sonst droht schnell der Verlust des gesamten Vermögens. Als Faustregel für den Anteil von Aktien am gesamten Portfolio gilt die Formel 100 minus Alter. Ein 70-Jähriger sollte also höchstens 30 Prozent seines Vermögens in Aktien angelegt haben.

Und schließlich gibt es noch andere Anlagemöglichkeiten, die man zum Teil sogar mit seinem Hobby verbinden kann. Zu denken ist dabei beispielsweise an Kunstgegenstände, Goldmünzen, Briefmarken oder Oldtimer

Fakten

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Wer das Rentenalter erreicht hat, steht oftmals vor einer neuen Herausforderung: Wie soll das angesparte Geld oder die ausgezahlte Lebensversicherung sinnvoll angelegt werden? Experten raten, nicht zu sehr auf Risiko zu gehen und zumindest einen Teil des Geldes jederzeit zugänglich angelegt zu haben.

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Journalist

Armin Fuhrer

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